Projekt Aufklärung über den Tod - Lernen fürs Leben (Death education "DED")

Erasmus +, Erwachsenenbildung: Verbesserung der Verfügbarkeit hochwertiger Lernmöglichkeiten für Erwachsene

Project-Nr.: Nr 2022-1-DE02-KA210-ADU-000084467

Projektdauer: 01/09/2022 - 01/11/2023

Erasmus+

    Coordinator
  1. Miteinander in Europa e.V., DE
  2. Partner:
  3. Lernwerkstatt Europa e.V., Bulgarien
  4. Educcommart – Griechenland
  5. Sambucusforum vzw – Belgien

Das vorliegende Bildungsprojekt mit dem Titel: "Death Education“ (DED ) will helfen Sprachlosigkeit zu überwinden und möchte Menschen in der europäischen Gemeinschaft zu einem bewussten Umgang mit der eigenen Endlichkeit ermutigen. "DED“ ist ein besonderes Projekt, dass in der Umsetzung Erwachsene in ihrer Lebenskompetenz schult. Warum besonders?
Sterben ist das Zukunftsthema einer alternden Gesellschaft. Sich mit der eigenen Vergänglichkeit, mit dem Sterben und der Trauer geliebter Menschen auseinanderzusetzen, gehört zu den großen Aufgaben jedes Menschenlebens.
Alle 17 Sekunden starb 2020 ein Mensch in Europa an COVID , aktuell sterben Unzählige Menschen auch in der Ukraine und ein Ende ist nicht in Sicht. Der Tod ist ein Lebensereignis, an dem niemand vorbeigeht, und die Angst davor ist ein universelles menschliches Gefühl. In unserer Gesellschaft ist es jedoch ein Tabuthema, auf das anscheinend auch die Religiösen nicht ausreichend vorbereitet sind, sagt Iva Mechkunova, die das erste Death Cafe in Sofia organisiert hat. Viele Menschen sind emotional überfordert, weil sie auch mit der eigenen Vergänglichkeit konfrontiert werden. Das macht ohnmächtig und fordert Trost. Während es für zentrale Lebensthemen Sprach- und Verhaltenscodes gibt, herrscht im westlichen Kulturraum angesichts des Todes oft Sprachlosigkeit. Wie ist es möglich, über etwas zu sprechen, dass besetzt ist, mit Angst, Unsicherheit, Schmerz und Verlust? Hierfür hat die Universität in Regensburg 2021 einen eigenen Studiengang zum Thema "Sterben" iniziiert. Das unterstreicht die Aktualität und macht Mut sich durch transnationales Lernen mehr über das Sterben und den Tod zu informieren und mit Menschen unterschiedlichster Kulturen darüber zu reden!
So brauchen wir Räume, in denen wir Fragen stellen können, nach Ritualen, Traditionen und Erfahrungen, die sich nicht nur in angsterfüllten privaten Wie -gehts-dir-Gesprächen erschöpfen. Diesen Prozess aktivieren wir mit unserem Projekt "DED",denn der Umgang und die Erfahrung in Europa sind unterschiedlich. Wir brauchen ein transnationales Lernen im fachlichen Austausch, auf der Suche nach einem heilsamen Umgang mit der eigenen Sterblichkeit und der damit verbundenen Trauer.

Detaillierter Ziele sind:
* Ermutigung sich für dieses sensible Thema zu öffnen
* Erlernen von Kommunikation und Verhalten im Bezug auf Sterben und Tod
* Kenntnisse, Fähigkeiten und Verhaltensweisen erlernen, die Menschen helfen, ihre Einstellungen zum Tod und der Trauer zu verändern.
* Aufmerksamkeit fördern, für einen wachsame Wahrnehmung der Endlichkeit, die der Tod unserem Leben vorgibt.
* Diese Aufmerksamkeit ist eine wichtige Richtschnur für unsere Entscheidungen. Wenn ich weiß, dass das Leben endlich ist, bekommt es eine andere Gewichtung. Je früher ich darauf achte, desto zufriedener kann ich am Ende sein.
* Interkulturelles Lernen durch das Kennenlernen kulturspezifischer Ritualen und Traditionen im Leben und dem Sterben.

Die Zielgruppe:
Es ist eine große Lebensaufgabe, zu sterben! Jeder Mensch wird geboren und jeder Mensch wird sterben. Daher sind die direkte Zielgruppe in unserem Projekt Erwachsene. Diese Hauptzielgruppe ist bildungsübergreifend und erreicht alle relevanten Akteure im Bereich: Bildung und Gesundheit, Fachspezifische Einrichtungen z.B.Hospiz; Politik und Wirtschaft; Erziehung; Dachverbände der Erwachsenenbildung; Schulen; Sozialpädagogen; Kulturelle Organisationen; Universitäten; Ausbildungszentren; Karriereberaterinnen und Karriereberater; Lokale, regionale und nationale Behörden.

Ergebnisse:
„DED“ schafft ein ergänzendes Angebot, dass in der Gesamtheit so in Europa noch nicht existiert. Es ist auf andere europäischen Länder adaptierbar und sichert uns ein lebenslanges Lernen in Europa. Kurze Übersicht der wichtigsten Ergebnisse während der Projektzeit:
• Website mit den folgenden Ergebnissen.
• Handbuch mit unterschiedlichen Zugangsweisen aus Beispielen guter Praxis, sich dem persönlichen, herausfordernden und befreiendem Thema zu nähern.
• Implementieren einer Bibliothek auf der Website
• Interaktive Kunstausstellung

This project has been funded with support from the European Commission. This publication [communication] reflects the views only of the author, and the Commission can not be held responsible for any use of the information contained therein.