Projekt +: „Sterben denken - Leben verstehen - Trost finden: Ein interkulturelles Reflexionstool für die Erwachsenenbildung“ (REMAIN)

Erasmus +

Project-Nr.: Nr 2026-1-DE02-KA220-ADU-000459721

Projektdauer: 01.11.2026 - 31.10.2028

Erasmus+

    Coordinator
  1. Miteinander in Europa e.V., DE
  2. Partner:
  3. Lernwerkstatt Europa e.V., Bulgarien
  4. Educcommart – Griechenland
  5. Sambucusforum vzw – Belgien

Resume:
In vielen europäischen Gesellschaften besteht ein wachsender Bedarf an Bildungsangeboten, die Menschen einen reflektierten Umgang mit Leben, Sterben, Trauer und Trost ermöglichen. Fachliche Analysen und Studien zeigen, dass diese Themen im Alltag zunehmend tabuisiert sind und Erfahrungsräume, Sprache und gemeinschaftliche Bewältigungsmuster fehlen. Es besteht somit eine klare Lücke zwischen dem gesellschaftlich wahrgenommenen Bedarf und der Verfügbarkeit praxistauglicher Bildungsformate.
Das Projekt REMAIN adressiert daher zentrale Bedürfnisse:
• nach Orientierung, Sprache und Austausch im Umgang mit Endlichkeit
• nach kultursensiblen, aber nicht normierenden Bildungsangeboten
• nach Formaten, die persönliche Auseinandersetzung ermöglichen, ohne therapeutischen Anspruch
• und nach europäischen Lernräumen, in denen unterschiedliche kulturelle Perspektiven als Ressource erfahrbar werden.

Ziele
REMAIN zielt darauf ab, die Erwachsenenbildung in Europa zu stärken, existenzielle Themen wie Leben, Sterben und Trauer dialogisch und kultursensibel zu bearbeiten. Das Projekt schließt eine methodische Lücke durch ein interkulturelles Reflexionstool, das Erwachsenenbildner:innen professionelle Handlungssicherheit bietet und Lernende in ihrer sprachlichen, reflexiven und interkulturellen Dialogkompetenz stärkt.
Das Projekt verfolgt drei konkrete Ziele:
1. Förderung einer reflexiven und dialogischen Auseinandersetzung mit kulturell geprägten Haltungen zu Leben, Sterben und Endlichkeit.
2. Stärkung kultureller Sensibilität und Ambiguitätstoleranz im Umgang mit unterschiedlichen Deutungen.
3. Professionalisierung von Erwachsenenbildner:innen durch methodische Sicherheit in der Gestaltung nichttherapeutischer Bildungsräume.

Durchführung
Zur Erreichung dieser Ziele entwickelt REMAIN folgende Ergebnisse:
– ein analoges Reflexionstool mit 80 Karten (je 40 Lebens- und Sterbekarten )auf Basis kulturell verankerter Narrative,
– strukturierte Reflexionsfragen (Wahrnehmung, kulturelle Perspektive, eigene Positionierung),
– einen praxisorientierten Moderationsleitfaden zur professionellen und kultursensiblen Umsetzung in der Erwachsenenbildung,
– 500 produzierte Tool-Sets für Bildungseinrichtungen in den Partnerländern,
– sowie eine mehrsprachige digitale Bereitstellung auf deatheducation.eu.
REMAIN entwickelt und stimmt interkulturell 80 narrative Karten ab, ergänzt durch strukturierte Reflexionsfragen und einen Moderationsleitfaden. Die Materialien werden mehrsprachig übersetzt, digital bereitgestellt und in allen Partnerländern pilotiert. Rückmeldungen aus Testdurchläufen werden systematisch ausgewertet und in die Überarbeitung integriert. Abschließend erfolgen Multiplikatorinnenveranstaltungen und europäische Dissemination.

Ergebnisse
Am Ende des Projekts liegt ein interkulturelles Reflexionstool zur Death Education vor, bestehend aus 80 narrativen Karten zu Leben und Sterben, strukturierten Reflexionsfragen und einem Moderationsleitfaden für die professionelle Anwendung in der Erwachsenenbildung. Die Materialien sind mehrsprachig übersetzt, digital frei zugänglich und in allen Partnerländern pilotiert und qualitätsgesichert.
Damit trägt REMAIN zur Umsetzung des Europäischen Bildungsraums 2030 bei, indem Erwachsenenbildung als Ort gesellschaftlicher Verständigung, Wertebildung und aktiver Teilhabe gestärkt wird.

Mehr Info über das Projekt auf: www.deatheducation.eu

This project has been funded with support from the European Commission. This publication [communication] reflects the views only of the author, and the Commission can not be held responsible for any use of the information contained therein.